| 27.02.10 | Die FDP Fraktion Ahlen unterstützt den Bewerbungsvorschlag zur Landesgartenschau 2017 |
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| Geschrieben von: FDP Ortsverband Ahlen |
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Landesgartenschauen stellen gerade für mittlere und kleine Gemeinden des ländlichen Raumes ein geeignetes Instrument dar, standortbezogene Probleme aufzugreifen und zu lösen. Sie sollen nach Möglichkeit in Konzepte der Struktur-, Kultur- und Landschaftsentwicklung auf kommunaler bzw. regionaler Ebene integriert werden.
Zielsetzung des Landes NRW von Landesgartenschauen:
Das Ministerium für Umwelt, Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz NRW hat im Jahr 2006erstmals wieder die Durchführung von Landesgartenschauen für die Jahre 2008 bis 2017 im dreijährigen Durchführungsrhythmus ausgeschrieben, Als vorrangige Ziele werden dabei angesehen: - Die Beseitigung siedlungsstruktureller Defizite durch Verbesserung der Lebensqualität und des sozialen Umfeldes - Verbesserung der Naherholungsangebote und der wohnungsnahen Freizeitgestaltung - Verbesserung der ökologischen Qualität der Freiflächen - Gewässerschutz - Schutz und Verbesserung des Stadtklimas - Stärkung der regionalen Identität. Was könnte diese Zielsetzung für Ahlen bedeuten: Durch eine Ausrichtung einer Landesgartenschau auf dem Areal der Osthalde unter Einbeziehung der Werseauen würde die Stadt deutlich an Attraktivität in Ihrer Außenwirkung gewinnen. Betrachtet man weiter die Machbarkeitsstudie der Gemeinden Soest, Bad Sassendorf und Möhnesee, so geht diese Studie von Besucherzahlen in Höhe zwischen 900.000 und 1,8 Mio. aus. Das sich dies ebenfalls positiv auf die heimische Wirtschaft und den regionalen Arbeitsmarkt auswirken würde, ist unstrittig. Positive Impulse würden sich dabei ebenfalls für die Neuentwicklung der Fläche der ehemaligen Zeche Westfalen als Gewerbegebiet ergeben. Wie könnte die Erstellung eines Bewerbungskonzeptes aussehen: Für die Erstellung einer Machbarkeitsstudie sowie eines sinnvollen Konzeptes sollte ein Lenkungsarbeitskreis eingerichtet werden, welcher in Zusammenarbeit mit der WFG Wirtschaftsförderungsgesellschaft Ahlen mbH Teilprojekte an Planungsgesellschaften und Hochschulen vergibt und die Planungen federführend betreut. Die bergbauhistorischen Vergangenheit Ahlens, sowie die münsterlandtypische Parklandschaft sollten dabei in das Konzept mit einfließen. Wichtig ist weiter, dass die Vorstellungen der heimischen Wirtschaft ebenfalls bei der Planung berücksichtigt werden. Um eine nachhaltige und effiziente Nutzung des Areals zu erreichen, sollten Themen wie Kunst, Kultur, Sport und Freizeitangebote ein dauerhafter Bestandteil des Gesamtkonzeptes sein. Eine Beteiligung der heimischen Sport, Kultur und Kunstvereine ist bei der Planung und späteren Umsetzung durchaus erwünscht. Finanzierung: Für einen Teil der Finanzierung müssten in der heimischen Wirtschaft Sponsoren gewonnen werden. Wie bereits erwähnt, würde auch die heimische Wirtschaft von einer Landesgartenschau in Ahlen profitieren. Ein Großteil der Finanzierung würde über die Förderung durch das Land NRW erbracht. In der Vergangenheit wurden Projekte von Landesgartenschauen mit bis zu 70% der Kosten über Fördermittel des Landes NRW gefördert. Die Kosten, welche die Stadt tragen müsste, sollte man aus der Sicht der FDP Fraktion als eine Investition in die Zukunft der Stadt Ahlen betrachten. Hierbei ist besonders zu beachten, dass die Osthalde zukünftig aus der Verantwortung der Bergaufsicht fällt, und eine anderweitige Erschliessung durch die Stadt Ahlen auf Grund der schlechten Haushaltssituation sicherlich nur unzureichend durchgeführt werden könnte. |


