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19.03.10  FDP-Stammtisch mit Peter Vaerst (FDP) Nordstraße nicht schlecht reden, sondern Potenziale betonen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Ahlener Tageblatt, Lisa Voss-Loermann   
FDP-Stammtisch_mit_Peter_Vaerst_AT_19.3.2010
Einen Lagebericht zur Ahlener Innenstadt gab am Mittwochabend in der Posthalterey WFG-Chef Peter Vaerst (l.) am Vorstandstisch der FDP mit Eric Fellmann (M.) und Norbert Fleischer. Bild: eve
Ahlen (eve). Einen Bericht zur Situation der Ahlener Innenstadt hat am Mittwoch Peter Vaerst, Geschäftsführer der WFG (Wirtschaftsförderungsgesellschaft) beim FDP-Stammtisch in der Posthalterey gegeben.

Neben dem Thema Nordstraße (Vaerst: „Alles hängt da mit allem zusammen.“) ging es auch um die Bewerbung zur Landesgartenschau (LGS) und das Mühlenzentrum. Letzteres, so der WFGMann, schüre zuerst einmal Ängste. Gestatte man dem Center jedoch kein Eigenleben, füge es sich in die Fußgängerzone ein und fördere ein Wechselspiel. So könne ein solches Zentrum ein großer Gewinn auch für die Fußgängerzone sein.

Bezüglich der LGS schätzte Vaerst die Chancen Ahlens gegenüber den Mitbewerbern Soest/ Sassendorf/Möhnesee als schwierig ein. Dennoch plädierte er für eine Bewerbung, da der daraus entstehende kreative Prozess vieles frei setze. „Wir brauchen dabei keinen abgeschlossenen Park, wie etwa Oelde ihn hat, wo Aufpasser und Kartenkontrolleure engagiert werden müssen und eine Menge Folgekosten entstehen. Statt dessen müssen wir ein Feld in unserer Stadt suchen, auf dem man sowieso tätig werden müsste“, so Vaerst. Die Zechenbrache als Standort sei insofern durch, als dass dies schon Gelsenkirchen für die Bundesgartenschau gemacht habe.

Dann wandte er sich der Nordstraße zu. Ein Student der Uni Bochum, der gerade ein Praktikum bei der WFG absolviere, habe sich des „Nordstraßenquartiers“ angenommen und professionelle Analysen erstellt, was den Zustand der Häuser, die Geschäftsbesetzung, die Parkplatzsituation und die Eigentümerverteilung angehe. Umfragen bei Passanten rundeten das Bild ab, so Vaerst, das gar nicht so schlecht sei.

Vaerst schlug ein Quartiermanagement vor, das den Eigentümern und Mietern helfen könne, bestimmte Dinge umzusetzen. „Man muss die Problemzonen positiv betreuen. Dabei muss die Stadt Motivator und Moderator sein.“ So fehle etwa, auch im Hinblick auf geplante neue Wohnungen, ein Lebensmittelgeschäft. „Wir dürfen das Quartier nicht schlecht reden, sondern müssen seine Potenziale heben. Dazu bedürfe es auch der Beteiligung von Eigentümern und Mietern, sagte der WFG-Mann. Denn gut renovierte Häuser lockten keine Pächter billiger Kneipen, sondern gehobene Gastronomie. Und damit erledige sich vielleicht auch das Problem der lauten Wochenendnächte.