| 12.04.10 | Minister Pinkwart in Ahlen - Selbst Strategien entwickeln |
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| Geschrieben von: Ahlener Tageblatt, Dirk Werner | ||
Ahlen (dw). Er schleicht sich förmlich von hinten an. Und er kommt gleich mit drei Autos. Die Vertreter der heimischen FDP stehen vor der Lohnhalle der Zeche in Ahlen und warten auf den Minister. Urplötzlich kommt Prof. Dr. Andreas Pinkwart von hinten ums Gebäude gefahren – mit einem Tross von drei dicken BMW.
Der NRW-Innovationsminister steigt aus, lächelt freundlich und gibt allen die Hand. Natürlich kenne er das Zechengelände in Ahlen, sagt er. Dann könne man sich eine Besichtigung sparen, meint die FDP-Fraktionschefin Gabriela Wilinski-Röhr. Also kann es gleich in die Lohnhalle gehen, ins Büro der Ahlener IT-Firma Voxtron. Als Kind sei für sie das Zechengelände stets „die verbotene Stadt“ gewesen, berichtet Gabriela Wilinski-Röhr. Heute sehe sie den Bereich als Chance, dies könne vor allem auch die Landesgartenschau 2017 bewirken.
Sie und ihr Fraktionskollege Stefan Eifler beklagen, dass es derzeit mit der Entwicklung rund um die Zeche nicht vorangehe. Das sieht Ralf Mühlenhöver von Voxtron ähnlich. Der Minister hört sich die Probleme vor Ort an, macht sich manchmal Notizen und nascht zwischendurch kleine Süßigkeiten, die auf dem Tisch stehen. Pinkwart empfiehlt ein ganz einfaches Mittel, damit alles wieder in Fluss kommt: „Man muss aus eigener Kraft Konzepte und Strategien entwickeln und etwas bewirken.“ Sagt er und lächelt wieder wie zu Beginn. Die eigene Verantwortung sei wichtig, betont der Minister. Man dürfe sich nicht nur auf andere, auf Fördergelder, verlassen. Der FDP-Landtagsabgeordnete Dr. Stefan Romberg (Drensteinfurt) hakt ein: Eine Landesgartenschau 2017 wäre ein deutliches Plus und könne einen Strukturwandel einleiten. Die Landesgartenschauen in der Region seien alle sehr erfolgreich gewesen. Kopfnicken beim Minister: Man müsse seine Stärken ins Feld führen und dürfe sich nicht entmutigen lassen. Unterstreicht er, lächelt wieder und berichtet von einem Unternehmer, der mehrfach auf Widerstände gestoßen war und in Nordrhein- Westfalen erfolgreich ein Geschäftsmodell entwickelt hat. Zum Abschluss gibt er wieder allen die Hand. Und weiter geht’s zum nächsten Termin in Bonn. Als er die Tür der Lohnhalle öffnet und raustritt, fahren sofort die drei Limousinen vor.
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