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| Geschrieben von: Ahlener Tageblatt, Marion Blum |
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27.6.2009
Bürgermeisterkandidat von SPD, Grünen und FDP - Ahlen soll in Bundesliga der Mittelstädte aufsteigen
Ahlen (at). Die Kritik hat Dr. Gerd Willamowski bei der Vorstellung seines Fünf-Punkte- Programms (das "AT" berichtet) gleich vorweg genommen. "Ich weiß, dass man viele meiner Vorschläge zerfleddern und zerreden wird", sagte der gemeinsame Spitzenkandidat von SDP, Grünen und FDP am Donnerstag.
Vor allem das Argument der Finanzierbarkeit werde oft von Kritikern als "Totschlag-Argument" angeführt.
1.: Raus aus der Lethargie und viel bewegen: "Eine Idee, die gut ist, setzt sich - unabhängig vom Urheber - durch", zeigte sich der Spitzenkandidat davon überzeugt, dass einige Vorschläge auch realisiert werden. Er wolle dazu beitragen, dass Ahlen in die "Bundesliga der Mittelstädte" aufsteige.
2.: Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung, Wohnen und Arbeiten: Den Stadtwerke-Teilverkauf will Willamowski wieder rückgängig machen ("Man muss versuchen, einen günstigen Rückkauf hinzubekommen"), um die Abhängigkeit von den Stadtwerken Bielefeld zu beenden und neue Geschäftsfelder mit alternativen Energieformen zu erschließen. Das Thema Bosenberg ("Eine weitere Brache können wir uns nicht erlauben") und Biogas ist für ihn noch nicht beendet. Was die Zukunft der Bäder anbelangt, vermisst er eine Vergleichsrechnung darüber, welche Standorte finanzierbar sind. Der Spitzenkandidat von SPD, Grünen und FDP spricht sich für den Erhalt des Rathauses aus und kann sich eine Finanzierung zum Beispiel aus Mitteln der EU vorstellen. Landesgartenschau mit Hotel auf der Zechenhalde Die Brache Hundhausen will er unter Einbeziehung des Sparkassengebäudes und des ehemaligen Hotels Gretenkort beleben und eine Anbindung an die Fußgängerzone durch einen Durchbruch im Bahndamm schaffen. Auf dem Nahrathgelände könnte ein Angebot für Jugendliche geschaffen werden. Auf dem Zechenareal soll die Landesgartenschau im Jahr 2017 ("keine Blümchenschau, sondern ein hervorragendes Stadtentwicklungsprojekt") stattfinden und oben auf der Halde ein Tagungshotel entstehen. Auch die Idee einer regionalen Bundesgartenschau im Jahr 2021 möchte er vorantreiben. Um die Pflege des Bahnhofs zu gewährleisten, sollte eine Vereinbarung zwischen Bahn und Stadt getroffen werden. Ein Innenstadt- Manager soll sich um Leerstände kümmern. Die wiederbelebte EGA (Entwicklungsgesellschaft Ahlen) sollte Grundstücke erwerben, um diese Investoren anbieten zu können. Für das Holtermannsche Haus am Marktplatz wünscht Willamowski sich ein Café oder eine Gaststätte. Beim Parkleitsystem sollte zumindest ein Kostenvergleich zu der elektronischen Variante angestellt werden, damit kein Parksuchverkehr entsteht.
3.: Rat und Verwaltung: Dr. Gerd Willamowski verspricht, mit allen Parteien und Fraktionen zusammen zu arbeiten, die Stelle des Dezernenten für Schule, Soziales, Kultur und Sport wieder zu besetzen und nach Ablauf der Amtszeit von Baudezernent Franz Budnik zu prüfen, ob dessen Stelle neu besetzt wird. Außerdem würde er einen Beirat für Baukultur ("Es gibt keine in Ahlen") und einen Migrationsausschuss einrichten, der Mitbestimmungsrechte erhält.
4.: Kultur, Jugend, Soziales: "Wir brauche ein Jugendzentrum im Norden der Stadt", so der Herausforderer von Amtsinhaber Benedikt Ruhmöller. Außerdem würde er einige Plätze und Straßen Ahlens - jenseits von Gaststätten - mit Alkoholverbot belegen. Außerdem würde er sich für mehr kulturelle Angebote einsetzen. Zum Beispiel für eine Kulturnacht, ähnlich wie eine Nacht der Museen, die es in größeren Städten seit einigen Jahren gibt.
5.: Bürgerbeteiligung: Bürger sollen die Möglichkeit erhalten, über einen Teil der geplanten Investitionen mitzubestimmen. "Falls ich gewählt werde, würde ich Bürgersprechstunden in allen Stadt- und Ortsteilen anbieten." |



