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Geschrieben von: Ahlener Tageblatt, Maria Kessing   

8.8.2008

Bürgermeisterwahl - Ampel schlägt Willamowski als Kandidaten vor

 


Ahlen (at). Dr. Gerd Willamowski (64) soll Bürgermeisterkandidat für die Kommunalwahl im Juni 2009 werden. Gestern Nachmittag hat SPD-Parteichefin Gabi Duhme die Spekulationen um den Herausforderer von Bürgermeister Benedikt Ruhmöller (CDU) in einem Pressegespräch beendet. Zusammen mit Grünen-Fraktionschefin Petra Pähler-Paul und FDP-Ratsfrau Gabriela Wilinski-Röhr, die eine Kandidatur Willamowski unterstützen wollen, lüftete Duhme das bislang gut gehütete Geheimnis in der K-Frage. Willamowski selbst konnte an dem eilends einberufenen Pressegespräch nicht teilnehmen, weil er sich zurzeit nicht in Ahlen aufhält.

 

 

Der Fahrplan der SPD war in den vergangenen Tagen mächtig durcheinander geraten. Eigentlich sollte der Bewerber erst in der letzten August-Woche der Öffentlichkeit präsentiert werden. Doch seit einigen Tagen pfiffen die viel zitierten Spatzen den Namen Willamowskis von Ahlens Dächern. Die Gerüchte um eine Kandidatur des ehemaligen Ahlener Stadtdirektors hatten sich seit dem Wochenende verdichtet, nachdem dieser bei einer Ausstellungseröffnung auf Mittrops Hof in Erscheinung getreten war (das "AT" berichtete).

 

Bei einem geselligen Treffen von CDU-Ratsfraktion und Stadtverband zum Abschluss der Sommerpause am Mittwochabend im ASG-Heim wurde ebenfalls heftig über den Namen Willamowski spekuliert. Durch die öffentlichen Diskussionen derart in Zugzwang gesetzt, trat die SPD deshalb die Flucht nach vorn an: " Bevor die anderen uns weiter jagen, gehen wir jetzt in die Offensive", legte Gabi Duhme die Karten im Garten des Restaurants Chagall auf den Tisch.

 

Im März habe Dr. Willamowski nach einer kurzen Bedenkzeit von zwei Wochen seine Bereitschaft, als Bürgermeisterkandidat anzutreten, signalisiert. Danach habe man Gespräche mit den Spitzen der Grünen und der FDP wegen einer Unterstützung geführt und offene Türen vorgefunden. Die Vorstände der drei Parteien stünden unumstritten hinter dem Bewerber (vorbehaltlich der Zustimmung ihrer Mitglieder). Sie seien kein "Wurmfortsatz" der SPD, sondern Partner, betonte Duhme. Das bestätigte Petra Pähler-Paul: "Der Kandidat ist nicht das kleinste gemeinsame Übel, sondern der größtmögliche gemeinsame Nenner."

 

Bei einer Klausurtagung vor zwei Wochen mit Dr. Willamowski und Vertretern des Ampel- Bündnisses habe man bereits wichtige inhaltliche Weichenstellungen vorgenommen. Es gebe drei große Themenblöcke: Arbeit und Wirtschaft, Bildung und Lebensqualität. Dem Kandidaten gehe es um die Weiterentwicklung Ahlens, er wolle den Stillstand in vielen Bereichen beenden, erhofft sich Gabriela Wilinski- Röhr nach einem Wechsel an der Rathausspitze einen kräftigen Schub nach vorn.

 

"Dr. Willamowski freut sich, dass er die Unterstützung von drei Parteien hat", berichtete Gabi Duhme. Er sei eine Persönlichkeit, die den Ahlenern nicht fremd sei. "Wir wissen, was er kann. Er ist ein kreativer Mann, der über den Tellerrand schaut und gute Kontakte hat."