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| Geschrieben von: Ahlener Tageblatt, Maria Kessing |
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8.8.2008 Bürgermeisterwahl - Duhme: "Wir brauchen keinen Grüß-August"
Die Entscheidung für Dr. Gerd Willamowski sei auch eine Entscheidung gegen Benedikt Ruhmöller, stellte FDP-Ratsfrau Gabriela Wilinski-Röhr gestern in dem Pressegespräch fest. Vor vier Jahren habe ihre Partei vor allem auf Drängen ihres Ex-Kollegen Rolf Leismann Ruhmöller noch unterstützt. "Weitere sechs Jahre unter diesem Bürgermeister tun dieser Stadt nicht gut", erklärte sie. Der Amtsinhaber sitze Probleme aus und verschleppe Entscheidungen. "Ist er nun Verwaltungschef oder kommt er nur noch in der Zeitung vor?", kritisierte Wilinski-Röhr, dass Ruhmöller seinen Job als Verwaltungschef vernachlässige. Selbst in der CDU wachse die Unzufriedenheit mit ihm.
Die Kritik an der Arbeit des Amtsinhabers habe auch die Grünen veranlasst, in der K-Frage gemeinsame Sache mit SPD und FDP zu machen, sagte Petra Pähler- Paul. "Die Zeiten, in denen eine Ratsfraktion Stimmvieh des Bürgermeisters ist, müssen vorbei sein", die Stadtverwaltung werde von der Politik geführt und nicht umgekehrt. Unter Ruhmöller sei der Ausverkauf der Stadt betrieben worden. Die Schullandschaft sei in einem desolaten Zustand. Die nächsten sechs Jahren seien entscheidend für Ahlen, für die weitere Nachnutzung der Zeche und die Besetzung von wichtigen Positionen im Rathaus. Zwei Dezernentenstellen (Budnik und Muermans) müssten neu besetzt werden. Außerdem müsse es wieder einen Sozialdezernenten geben.
Ruhmöller lasse keine "Clownerie" aus, meinte Gabi Duhme. Auf einen Bürgermeister, der mit Verkehrsschildern durch die Lande ziehe und ständig den "Grüß-August" mache, könne man verzichten.
Dr. Willamowski gehe seine Kandidatur ganz gelassen an. Er habe persönlich nichts zu verlieren, stellte Duhme fest. Mit seinem Alter von 64 Jahren habe man kein Problem, erklärten die drei Ampel-Damen. Schließlich, so Petra Pähler-Paul, sei ihr Ehemann Winfried auch schon 62 und trotzdem geistig und körperlich in bester Form.
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