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Start Kommunalwahl 2009 Keine Sensation

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Geschrieben von: Ahlener Zeitung, Peter Harke   

8.8.2008

Keine Sensation

 
Ein ehemaliger Stadtdirektor tritt gegen seinen Nach-Nachfolger an, will ihm den Chefsessel im Rathaus streitig machen: eine ebenso ungewöhnliche wie reizvolle Ausgangskonstellation für den Ahlener Kommunalwahlkampf 2009. Das könnte richtig spannend werden.

 

 

Nun ist die Kandidatur von Dr. Gerd Willamowski zwar eine Überraschung, aber auch keine Riesensensation. Sein Name war in der Vergangenheit, auch schon 2004, immer wieder gehandelt worden. Vor vier Jahren versuchte die SPD noch mit einem vermeintlichen „Importschlager“ aus Berlin ihr Glück – und setzte aufs falsche Pferd. Aus den damaligen Fehlern hat die Parteiführung gelernt. Diesmal sollte es unbedingt ein Ahlener sein; wenn schon kein gebürtiger, dann doch einer, der die Stadt kennt, der Verwaltungserfahrung und gute Kontakte hat, der über Parteigrenzen hinweg hohes Ansehen genießt. Da war die Auswahl nicht groß. „Wir hätten keinen Besseren finden können“, sagt die SPD-Vorsitzende Gabi Duhme. Vermutlich nicht.

 

Dabei stehen Willamowskis fachliche Kompetenz und persönliche Integrität außer Frage. Ein Volkstribun ist er freilich seinem Naturell nach nicht, aber gerade das könnte ihn wiederum für Benedikt Ruhmöller zu einem umso unbequemeren, gefährlicheren Gegner machen. Denn Willamowski wird keinen Spaßwahlkampf à la Stefan Grönebaum führen, sondern Ruhmöller auf der sachlichen Ebene zu packen versuchen. Und er wird sicher Angriffsflächen finden, die bietet jeder Politiker nach neun Jahren im Amt.

 

Nach außen reagiert die CDU-Führung gelassen, doch Ruhmöller und seinen Parteifreunden dürfte spätestens seit gestern klar sein: Sie werden sich gehörig anstrengen müssen, um Bürgermeisteramt und Ratsmehrheit zu verteidigen, zumal diesmal – ohne die Unterstützung der verprellten FDP – ganz auf sich allein gestellt.