Samstag, 19.05.2012
Start Kommunalwahl 2009 Bürgermeisterwahl - Schweres Kaliber

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Geschrieben von: Ahlener Tageblatt, Maria Kessing   

8.8.2008

Bürgermeisterwahl - Schweres Kaliber

 
Die Ampel hat gestern das wochenlange Gehampel in der K-Frage beendet. Bevor andere ihnen zuvor kamen, nahmen SPD, Grüne und FDP das Heft des Handelns in die Hand - und eröffneten den Vorwahlkampf. Dass es Dr. Gerd Willamowski noch mal wissen will, hatten viele in der CDU bezweifelt. Zum einen aufgrund seines Alters von 64 Jahren, aber auch weil der ehemalige Ahlener Stadtdirektor in seiner eigenen Partei nicht unumstritten und deshalb unter anderem 1995 zum Kommunalverband Ruhr gewechselt war.

 

 

"Das wird schwer" mit diesen Worten kommentierte gestern ein CDU-Mitglied die Kandidatur von Dr. Gerd Willamowski. Schwer zum einen, weil der Kandidat von allen drei Oppositionsparteien im Rat unterstützt wird, deren erklärtes Ziel es ist, Benedikt Ruhmöller zu stürzen. Selbst die bürgerliche FDP, die den CDU-Kandidaten 2004 noch mitgetragen hatte, hat die Seiten gewechselt. Die Ampel will den Spagat zwischen Person und politischen Inhalten schaffen.

 

Willamowski ist zweifelsohne ein anderes Kaliber, als es 2004 der Berliner SPD-Bewerber Stefan Grönebaum war. Der Verwaltungsfachmann besitzt nach wie vor gute Kontakte zur heimischen Wirtschaft. Und er ist ein Politiker, der trotz SPD-Parteibuch auch für das bürgerliche Lager wählbar ist. Ob er auch ein Bürgermeister- Kandidat der Herzen sein kann und will, bleibt abzuwarten. Die Karten in der Ahlener Kommunalpolitik sind jedenfalls neu gemischt.