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01.12.10  Schulte: Ein tolles Konzept - Entwicklungsschub durch die LaGa 2017 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Ahlener Tageblatt, Detlef Peter Jotzeit   
Faust_AT_04.12.2010
Eine Lanze für die Landesgartenschau hat der ehemalige Bürgermeister Herbert Faust gebrochen Fest steht für ihn: „Wir müssen die Menschen überzeugen und mitnehmen.“ Bild: Jotzeit
Ahlen (at). „Es ist einfach, einen Sprung auf die Emsinsel zu machen“. Hinsichtlich der Mitbewerber für die Landesgartenschau (LaGa) 2017 hat Friedhelm Terfrüchte am Donnerstag einen Blick über den Tellerrand geworfen und dabei die Kreisstadt Warendorf ins Visier genommen.


„Ahlen hat es da deutlich schwerer“, stellte der Landschaftsarchitekt fest. Schließlich gehe es hier um wesentlich mehr: „Die Stadt Ahlen bekommt die wunderbare Möglichkeit, sich neu zu erfinden.“


Terfrüchte zeigte sich zuversichtlich, dass die Wersestadt mit dem Stadtentwicklungskonzept „Ahlen im Trialog“ punkten und sich gegenüber den Mitbewerbern absetzen kann. „Sie müssen es nur wollen“, forderte er die rund 50 Teilnehmer der Informationsveranstaltung im Ratssaal auf. „Nehmen Sie den Hintern in die Hand und machen etwas daraus.“

Ins gleiche Horn stieß Stadtplaner Mattias Bartmann. „Es geht um viel mehr als eine Machbarkeitsstudie für die Landesgartenschau, sondern um Stadtentwicklung“, stellte er fest. Dazu gebe es zwar schon ein solides Grundgerüst, doch das Konzept sei noch nicht fertig. „Steuern Sie Ideen bei“, forderte er die Bürgerschaft auf, sich aktiv einzubringen. Und aus seiner Sicht als frischgebackener Neubürger stellte er fest: „Die Stadt hat sehr viel mehr Potenzial als manche denken.“

Wie die Zukunft konkret aussehen kann, umriss Terfrüchte anhand von drei Initiativen. Unter dem Motto „Ahlen sattelt um“ könne der 11,1 Kilometer lange Rundkurs des angedachten Wegedreiecks (Olfe, Werse, Zechenbahntrasse) zu Fuß oder per Rad erschlossen werden. Damit positioniere sich die Stadt nicht nur als autounabhängig, sondern leiste zugleich einen Klimabeitrag.

Unter dem Motto „Wasser macht Stadt“ zeigte Terfrüchte Möglichkeiten auf, die Werse und Olfe neu zu entdecken und zugänglich zu machen. Mit der Initiative „Ahlen bildet Zukunft“ plädierte er dafür, Lernorte (Schulen und Bildungseinrichtungen) zu öffnen und in die Freizeitgestaltung mit einzubeziehen. „Ein tolles Konzept“, lobte Ex- Stadtplaner Horst Schulte die Ideensammlung. Grundvoraussetzung seien aber ein breiter Konsens in der Bevölkerung und die Zustimmung der Politik. Sicher war er sich schon jetzt: „Wenn es uns gelingt, die Landesgartenschau durchzuführen, dann gibt es für die Stadt einen Entwicklungsschub, für den wir sonst 20 Jahre brauchen.“


Zitate


  • „Wer die Zukunft plant, braucht Bilder in den Köpfen.“
  • „Wenn wir die drei Teile (Olfe, Werse, Zechenbahntrasse) miteinander verbinden, haben wir ein spannendes Dreieck.“
  • „Ende Januar muss das Ding (Machbarkeitsstudie) fertig sein.“
  • „Der Berliner Park ist autistisch platziert – der liegt nur so ’rum.“

Friedhelm Terfrüchte, Landschaftsarchitekt.


  • „Mit Ihren Ideen laufen Sie offene Türen ein.“
  • „Wir müssen alle Leute bewegen, mitzumachen.“
  • „Die Werse ist die Lebensader der Stadt.“

Herbert Faust, ehemaliger CDU-Bürgermeister.

  • „Das Konzept reißt einen mit. Besonders begeistert mich die Idee, den Bahnhof als Ankunftsort aufzuwerten. Die Torfunktion hat ’was.“

Arne Engelbrecht (FWG).

  • „Die Innenstadt muss in die Planung mit einbezogen werden. Das hat sich auch in Rheda-Wiedenbrück und Rietberg bewährt.“

Ernst Koenen, Kaufmann.

  • „Das Projekt Trialog ist eine geniale Idee und bringt Ahlen nach vorn. Die Chance, die die Stadt damit bekommt, können wir noch gar nicht ermessen.“
  • „Wir müssen die Industrie mit einbeziehen.“
  • „Die Bürger müssen das Projekt wollen. Wenn sie dahinter stehen, geht das auch.“

Franz Tripp, Vorsitzender der Bürgerstiftung Ahlen.

  • „Die Idee des Trialogs ist ideal und führt Menschen zusammen.“
  • „Wir müssen das als Ahlener wollen.“

Hermann Huerkamp, Leiter Projektgesellschaft Westfalen.


  • „Das ist Stadtentwicklung, wie wir sie lange gebraucht, aber nicht gefunden haben.“

Werner Leppelt (FDP).

  • „Was die Stadt braucht, sind Visionen.“
  • „Die Menschen stehen hinter dem Projekt.“
  • „Ich bin froh, dass wir nur so wenig Zeit haben. Somit hat der Rat keine Gelegenheit, alles zu zerquatschen.“

Gabi Duhme (SPD).

  • „Wir müssen zusehen, alle an einen Tisch zu bekommen und auch die ausländischen Mitbürger integrieren.“

Jürgen Henke, Unternehmer.