| 07.12.10 | Außerplanmäßig 50 000 Euro für Rot-Weiß Ahlen |
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| Geschrieben von: Ahlener Zeitung, Dierk Hartleb |
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Ahlen - Die Stadt wird vermutlich gegen den Widerrufs- und Rückgabebescheid der Bezirksregierung wegen eines Landeszuschusses an den Fußballclub LR Ahlen klagen. Zugleich wird sie den in finanzielle Bedrängnis geratenen Nachfolgeverein Rot-Weiß Ahlen unterstützen, indem sie die Südenkampfbahn wieder in eigene Obhut übernimmt und dem Verein für die Unterhaltung des Tennenplatzes an der August-Kirchner-Straße außerplanmäßig 50 000 Euro noch in diesem Jahr zur Verfügung stellt. Diese Beschlüsse fasste der Haupt- und Finanzausschuss in seiner gestrigen Sitzung. Dabei war dem ersten Votum eine hitzige Diskussion vorausgegangen, in der SPD und Bündnisgrüne der Verwaltung „grobe Fahrlässigkeit“ attestierten. Für die SPD verwies Dr. Gerd Willamowski darauf, dass Bürgermeister Benedikt Ruhmöller mit einer Klage ein hohes Risiko eingehe, weil sie nicht nur kaum zu gewinnen sei, sondern darüber hinaus die Stadt auch noch Geld in Form von Zinsen koste, deren Höhe er mit 65 000 Euro pro Jahr ansetzte. Das von Rechtsrätin Gabriele Hoffmann zitierte OVG-Urteil, in dem eine Stadt eine Rückforderung nicht leisten musste, bezeichnete Willamowski als nicht auf Ahlen übertragbar. Grünen-Fraktionschefin Petra Pähler-Paul kritisierte einen „großzügigen Umgang“ mit Landesmitteln und hielt der Verwaltungsspitze vor, dass der Zuschuss gar nicht an den Verein hätte weitergeleitet werden dürfen.
Unterstützung erhielt Ruhmöller von den kleinen Fraktionen. Für die FDP erklärte Werner Leppelt, dass die Mittel dem Ausbau des Wersestadions doch zugute gekommen seien. Damit sei der Zweck erreicht worden, auch wenn „auf beiden Seiten Fehler gemacht wurden“. Rolf Leismann verwies für die Bürgerliche Mitte Ahlen (BMA) auf die erheblichen finanziellen Leistungen des Vereins beim Stadionausbau. Reiner Jenkel (Linke) schloss sich der Argumentation an, und meinte, dass die Stadt alles tun müsse, um der Rückforderung von 1,278 Millionen Euro zu entgehen.
Über weitere finanzielle Entlastungen für Rot-Weiß will auf Vorschlag von SPD-Fraktionschef Norbert Bing der Sportausschuss diskutieren. (Bericht folgt.) |


