| 14.12.10 | „Kubicki-Äußerungen zu dramatisch“ - Ahlener FDP übt Kritik am DDR-Vergleich |
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| Geschrieben von: Ahlener Tageblatt, Detlef Peter Jotzeit |
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Ahlen (at). Mit Sorge verfolgen die heimischen Liberalen die schlechten Umfragewerte für ihre Partei. „Wir sind in einer schwierigen Phase und können das nicht schön reden“, gesteht Fraktionsvorsitzende Gabriela Wilinski- Röhr offen ein. Über die jüngsten Äußerungen von Schleswig-Holsteins Fraktionschef Wolfgang Kubicki zur Bundespartei hat sie sich aber geärgert. „Das war zu dramatisch und deplatziert.“ Für reichlich Wirbel hatte Kubicki am Wochenende gesorgt, weil er unter anderem die FDP mit der DDR in ihrer Endphase verglichen hatte. Darüber hinaus hatte er über den möglichen Rücktritt von Parteichef Guido Westerwelle spekuliert, sollten die kommenden Landtagswahlen der FDP schwere Niederlagen bescheren. Mögliche Tendenzen zur Auflösung der Partei wies Gabriela Wilinski- Röhr zwar zurück, doch mit Parteichef Westerwelle hadert auch sie. „Er ist das Gesicht der FDP“, erklärt sie. Fast alles sei nur auf seine Person konzentriert. Und das sei nicht unbedingt gut. Zumal es viele andere Kräfte gebe, die gute Arbeit in der FDP leisteten. „Doch die kennt keiner.“ Über die Zukunft von Westerwelle selbst wollte sie nicht spekulieren. Sie räumte aber ein, dass mit einem Wechsel an der Spitze durchaus eine Chance für die Partie verbunden sein könne. Große Hoffnung setzt die Ahlener FDP-Fraktionsvorsitzende indes auf den frischgebackenen FDP-Landeschef und Bundestagsabgeordneten Daniel Bahr (34) aus Münster, der Ende November Andreas Pinkwart abgelöst hat. „Das ist ein guter Neuanfang“, meint Gabriela Wilinski- Röhr. Zumal damit auch ein größerer Einfluss der NRW-Liberalen auf Bundesebene verbunden sein könnte. Ansonsten ist die FDP-Fraktionschefin optimistisch. „Vor Ort haben wir bislang keine Mitglieder verloren“, sagt sie. Zudem machten diejenigen, die vor der Kommunalwahl neu zu den Liberalen gestoßen seien, weiter gut mit. Für die Fraktionschefin steht fest: „Wir haben uns kommunalpolitisch profiliert trotz der Fraktionsvielfalt im Rat.“ Daher sei ihr nicht bange um die Zukunft der Liberalen. |


