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Start Presse 2010 November Zuschuss für Rot-Weiß Ahlen - Bing: Vernunft muss über das Gefühl siegen

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18.11.10  Zuschuss für Rot-Weiß Ahlen - Bing: Vernunft muss über das Gefühl siegen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Ahlener Tageblatt, Maria Kessing   

Ahlen (at). In der Brust von Norbert Bing schlagen zwei Herzen: eines für die Vernunft und eines für das Gefühl. Im Fall von Rot-Weiß Ahlen siegt beim SPD-Fraktionschef die Vernunft. Bei allem Verständnis für die dramatische Situation des Sportvereins seien der Stadt Ahlen finanziell die Hände gebunden, schildert Bing die Zwickmühle, in der man sich befinde.

 


Trotz Wohlwollen des SPD-Politikers für einen Antrag der BMA-Fraktion, Rot-Weiß Ahlen einen jährlichen Zuschuss für die Unterhaltung der Sportstätten zu gewähren, sei dies in der geforderten Höhe von 285 000 Euro nicht machbar. „Wir möchten dem Verein helfen, uns sind aber die Hände finanziell gebunden“, bedauert der Sozialdemokrat, dem dies persönlich sehr schwer falle.

Bing verweist auf den Brief des Landrats zur Haushaltssatzung 2010. Man könne nicht als SPD beim ASG-Leistungszentrum Nein und bei Rot-Weiß Ahlen Ja zu einer Förderung sagen. Auch die Situation der Stadt sei bei einem Loch von 15 Millionen Euro im nächsten Jahr dramatisch. Bing erinnert daran, dass die CDU einen Antrag seiner Fraktion, einen Topf für den Werbeträger Rot-Weiß im Bereich Stadtmarketing einzurichten, vor ein paar Jahren abgelehnt hat. „Heute stehen wir vor dem Dilemma.“

Der SPD-Politiker war als einziger am Dienstag einer Einladung von BMA-Fraktionschef Rolf Leismann zu einem Gesprächstermin im Vorfeld der Beratung im Sportausschuss am heutigen Donnerstag gefolgt. FDP und FWG hätten sich ordnungsgemäß abgemeldet, mit dem Hinweis, erst die Ergebnisse des Insolvenzverwalters abwarten zu wollen. CDU, Grüne, Linke und auch der Bürgermeister seien ohne Absage nicht gekommen. Deswegen wollte Leismann das Thema gestern in der Haushaltssicherungskommission ansprechen.

 

Norbert Bing schlägt im „AT“-Gespräch alternative Hilfen für den angeschlagenen Sportverein vor, zum Beispiel bei der Stadionunterhaltung. Die Südenkampfbahn müsse so schnell wie möglich wieder in städtische Trägerschaft übernommen werden, um RW Ahlen finanziell zu entlasten. Außerdem solle die Verwaltung nach weiteren Möglichkeiten der Unterstützung für den Amateurbereich suchen.